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Lateinamerika feiert Seligsprechung von Johannes Paul II.

Bogota. Mit Nachtwachen, Festakten, aber auch kritischen Worten haben die katholische Kirche und christliche Organisationen in Lateinamerika die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) begleitet. Im Fußballstadion „Monumental" im ecuadorianischen Guayaquil erinnerten mehr als 60.000 Menschen an das Wirken des vor sechs Jahren verstorbenen Kirchenoberhauptes aus Polen. In Peru feierten Tausende an jenen Stätten, die der Papst während seiner Reisen 1985 und 1988 aufsuchte. In der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa tauften Kirchenvertreter und die Behörden eine der meist befahrenen Straßen in "Avenida Juan Pablo II" um.

In Argentinien und in El Salvador bestaunten die Menschen historische „Papamobile", mit denen der Papst seine öffentlichen Auftritte absolviert hatte. In Costa Rica wurde aus mehr als 40.000 einzelnen Bildern ein Mosaik zusammengefügt, das das Gesicht des Papstes zeigt.

In El Salvador mischten sich auch kritische Stimmen in den Chor der Feiernden. Außenminister Hugo Martinez erklärte, sein Land befürworte die Seligsprechung Johannes Pauls II. mit den Augen überzeugter Christen, die den Glauben von Erzbischof Oscar Arnulfo Romero hätten. Der Seligsprechungsprozess für den 1980 ermordeten populären Bischof Romero läuft seit 1996 in Rom. Im Vorfeld der Feiern am Wochenende in Rom hatten internationale Theologen Kritik am schleppenden Fortgang des Prozesses kritisiert.

(KNA)