Brasilien |

Landlose protestieren gegen Energie-Privatisierung

Rund 200 Angehörige der Landlosenbewegung MST sowie anderer Sozialbewegungen haben das Minen- und Energieministerium in der Hauptstadt Brasilia besetzt. Damit demonstrieren sie seit Montag gegen die geplante Ausschreibung von staatlichen ölfeldern, die an Privatunternehmen abgegeben werden sollen. Der Protest richtet sich auch gegen die Privatisierung mehrerer Wasserkraftwerke, wie brasilianische Medien am Dienstag berichteten.

In den kommenden Tagen sollen die Förderlizenzen für 289 ölfelder an Privatunternehmen versteigert werden. 64 Unternehmen aus 18 Ländern wollen Medienberichten zufolge mitbieten. Auch sollen Wasserkraftwerke in den Bundesstaaten Minas Gerais und Sao Paulo privatisiert werden.

Die Demonstranten kritisieren, die Unternehmen würden hohe Gewinne durch die privatwirtschaftliche Ausbeutung der Energiequellen erzielen. Bislang vergeblich fordern sie ein Treffen mit hohen Regierungsbeamten und Abgeordneten. Eine Protestnote wurde von rund 30 Gruppen der Zivilgesellschaft unterzeichnet. Am Montagabend besetzten den Berichten zufolge etwa 40 Polizisten Teile des Ministeriums, um ein weiteres Vordringen der Demonstranten in das Gebäude zu verhindern.

Quelle: KNA