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Kolumbiens Armee tötet zwei FARC-Kommandeure

Der bewaffnete Konflikt zwischen dem kolumbianischen Staat und der linksorientierten Guerrilla-Bewegung „Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee“ (FARC-EP) geht trotz laufender Friedensverhandlungen zwischen beiden Konfliktparteien weiter. Wie lokale Medien am Montag, 19. August, berichteten, seien am Sonntag in Cauca im Südwesten des Landes zwei FARC-Kommandeure bei einem Luftangriff der Streitkräfte getötet worden.

Bei den Toten handelt es sich um den Kommandeur der „6. FARC-Front“ Manuel Ángel Cardona alias „El Burro“ und seinen Stellvertreter Arley Medina Prado alias „Jaimito“. Die bergige Cauca-Region ist für die FARC ein strategisch wichtiger Raum für Drogenhandel und für die Guerilla militärisches Rückzugsgebiet. Von hier aus verüben FARC-Truppen regelmäßig Angriffe auf Polizeistationen und Militäreinrichtungen.

Die Nachricht vom Luftangriff fiel mit der Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna am Montag, 19. August, zusammen. Die Regierung in Bogotá lehnt ein Waffenstillstandsangebot der FARC-Führung ab. Kolumbiens Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón bezeichnete den Tod der Kommandeure als schweren Schlag, beide Rebellen würden von Kolumbiens Justiz wegen verschiedener Delikte und Angriffe auf staatliche Sicherheitskräfte gesucht, so die Nachrichtenagentur Reuters. (bb)