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Kolumbien: Großer Zuspruch für Nationalen Versöhnungskongress

Das Interesse war enorm: Mehr als 500 Teilnehmer meldeten die Veranstalter des „Congreso Nacional de Reconciliación“ in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Eingeladen zum nationalen Versöhnungskongress hatte die kolumbianische Bischofskonferenz. „Hoffen wir, dass dieser Kongress für unser Vaterland auf seinem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden hilfreich ist“, begrüßte Erzbischof Salazar die Teilnehmer im Centro de Convenciones Compensar. Salazar dämpfte die hohen Erwartungen an die Kirche bei Vermittlungsgesprächen mit der FARC. Die Kirche sei nur durch Aufträge der Regierung handlungsfähig.

Der Termin für den Versöhnungskongress war klug gewählt: Nahezu zeitgleich mit den drei Tagen in Bogota veröffentlichte eine Gruppe von Friedensaktivisten, unter ihnen die prominente ehemalige Senatorin Piedad Cordoba, einen Appell an die FARC alle ihre zum Teil über zehn Jahre in ihrer Gewalt befindlichen Geiseln freizulassen. Wenige Wochen zuvor hatten sich auch die rechtsgerichteten paramilitärischen Gruppen an die Kirche mit der Bitte gewandt, als Vermittlerin in möglichen Gesprächen mit dem Staat zur Verfügung zu stehen. Sowohl die linksgerichteten Guerillagruppen, die in den vergangenen zwei Wochen für zahlreiche Mordanschläge verantwortlich waren, als auch die paramilitärischen Gruppen tragen die Verantwortung für schwere Menschenrechtsverletzungen.

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