Kolumbien |

Kokain-Produktion auf Allzeithoch

Die Koka-Pflanze. (Foto: Escher/Adveniat)
Die Koka-Pflanze. (Foto: Escher/Adveniat)

Einem jüngsten Bericht des UN-Büros für den Kampf gegen Drogen zufolge ist die Fläche für den Anbau von Kokapflanzen in Kolumbien auf einem Allzeithoch. Seit Beginn der Messungen wurde mit 171.000 Hektar noch nie eine so große Kokapflanzen-Anbaufläche gemessen, berichtet der Radiosender «LaFM» über den am heutigen Donnerstag, den 20. September 2018 erschienenen Koka-Jahresbericht.

Im Vergleich zum Vorjahr 2016 mit 146.000 Hektar seien die Felder in 2017 um 17 Prozent angestiegen. Die 25.000 Hektar mehr verteilen sich zu über die Hälfte auf die Departementos Antioquia, Cauca, Putumayo y Norte de Santander, zitiert «LaFM» aus dem UN-Papier. Alarmierend sei die Situation im Bundestaat Nariño, hier würde so viel Koka angebaut wie in ganz Peru zusammen. Und das, obwohl in der traditionellen Kokaanbauregion die Pflanzungen um 16 Prozent zurückgegangen sind.

Entsprechend der größeren Kokablatt-Produktion sei auch die Herstellung von Kokain auf einem Allzeithoch, so die Behörde für die Überwachung illegaler Pflanzungen (Simci) am Vortag. 2017 seien 1379 Tonnen Kokain produziert worden, berichtet die Tageszeitung «El Tiempo». Die Simci-Zahl übertrifft die von den USA geschätzte Herstellungsmenge an Kokain in Kolumbien um 400 Tonnen, so «El Tiempo». (bb)

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