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Kluft zwischen den Geschlechtern wird kleiner

Die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft hat in den vergangen Jahren in Lateinamerika und der Karibik bedeutende Fortschritte gemacht. Dies geht aus der Studie „Beruf und Familie: Frauen in Lateinamerika und der Karibik auf der Suche nach einer neuen Balance“ hervor, die von den Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank durchgeführt und gestern von der Vorsitzenden von UN- Women Michelle Bachelet in New York präsentiert wurde.

In dem Bericht wird deutlich, dass sich Kluft zwischen den beiden Geschlechtern in Lateinamerika deutlich verringert hat. Lateinamerikanische Frauen hätten einen deutlich verbesserten Zugang zu Bildung, Gesundheit und Beschäftigung erlangt. Die werde darin deutlich, dass inzwischen mehr Frauen als Männer Schulen und Universitäten besuchen, seit den 1980ern 70 Millionen Frauen in das Berufsleben eingetreten sind und die Müttersterblichkeit in der Karibik bis zu 40 Prozent und in den Andenländern um bis zu 70 Prozent gesunken ist. Die Gleichstellung von Frauen habe in keiner anderen Region in der dritten Welt solche Fortschritte gemacht wie in Lateinamerika und der Karibik, heißt es in der Studie. Diese Entwicklung sei laut der beiden internationalen Organisationen vor allem auf die Senkung der Armut in der Region zurückzuführen.

„Die Konsolidierung dieser Gewinne auch in Bezug auf die Doppelbelastung vieler Frauen muss nun im Zentrum der Politik stehen“ so Bachelet. Die Gender- Politik sei an einem sehr wichtigen Punkt angekommen. Eine weitere Herausforderung stelle die Gleichstellung er indigenen Frauen in Bolivien, Belize und Guatemala dar, die nach wie vor stark benachteiligt seien. (aj)