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Klimawandel wird Teil des Schul-Lehrplans

Lehrerin Pamela del Carmen Tripailaf Lefio aus Temuco, Chile, unterrichtet praxisnah bei einem Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark Conguillio. Foto: Adveniat/Escher
Lehrerin Pamela del Carmen Tripailaf Lefio aus Temuco, Chile, unterrichtet praxisnah bei einem Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark Conguillio. Foto: Adveniat/Escher

Dem Projekt ging eine Befragung von über 90.000 Schülern, Lehrern und Bildungs-Experten voraus. Chile kann allerdings keine Pionier-Rolle für sich in Anspruch nehmen: Weltweit wird der Klimawandel in 78 Ländern in den Lehrplänen berücksichtigt.

Chile stellt sich der Herausforderung Klimawandel

Präsidentin Michelle Bachelet konnte sich bei der Ankündigung, dass an Chiles Schulen künftig die Themen Klima und Nachhaltigkeit Einzug halten, einen Seitenhieb auf die USA und die Trump-Administration nicht verkneifen, ohne diese beim Namen zu nennen: Einige Länder leugneten den Klimawandel schlicht. Chile dagegen mache Fortschritte dabei, diesen Prozess zu verstehen und beziehe hierbei nun die Klassenzimmer des ganzen Landes mit ein. Das chilenische Bildungsministerium hat einen neuen Lehrplan erstellt, dessen Bestandteil der Klimawandel ist. Er soll in den Unterricht verschiedener Fächer wie Geschichte und Geographie sowie der Naturwissenschaften einfließen.

Schüler wollen keine realitätsfernen Unterrichtsinhalte

Schüler, die zu den Plänen angehört wurden, kritisierten, dass die bislang an den Schulen unterrichteten Inhalte nicht auf die Herausforderungen eingingen, vor denen die Welt stehe. Der Klimawandel soll an Chiles Schulen interdisziplinär unterrichtet werden, nicht als ein starres Fach, sondern im Sinne einer pädagogischen Praxis. Es geht um die Schaffung von staatsbürgerlichem und Umweltbewusstsein, um eine Politik, die auch an künftige Generationen denkt. (bs)

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