Honduras |

Kirche verurteilt Massaker von San Pedro Sula

Die katholische Kirche in Honduras hat den brutalen Raubüberfall auf eine Schuhmacherwerkstatt, bei dem in der nordhonduranischen Stadt am Dienstag 17 Menschen erschossen wurden, scharf verurteilt. "Die Kontinuität mit uns Tag für Tag die Nachrichten von Morden erreicht, lässt die Seele und die Herzen immer härter werden", heißt es in einer Stellungnahme des Bischos von San Pedro Sula, Ángel Garachana Pérez. Zugleich würden die Nachrichten die Ursachen für die Gewalt überdecken. Der Kampf gegen die Armut müsse dringend intensiviert werden.

Wie Polizeichef Guillermo Arias mitteilte, hielten sich zum Zeitpunkt des Anschlages am Dienstag 19 Personen in der Werkstatt im Norden des mittelamerikanischen Landes auf. Die Zahl der Toten wurde am Mittwoch von 18 auf 17 korrigiert. Die Mörder eröffneten nach Augenzeugenberichten sofort das Feuer. Die Toten sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft junge Schuhmacher im Alter zwischen 17 und 24 Jahren.

Polizeikommissar Hector Ivan Mejia Velasquez vermutet nach Medienberichten Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Banden als Ursache für die Bluttat. Honduras, Guatemala und El Salvador gehören mit einer Rate von bis zu über 70 Morden auf 100 000 Einwohner zu den gefährlichsten Ländern in Amerika. (tk)