Peru |

Kirche startet Solidaritätsaktion gegen Menschenhandel

Die peruanische Kirche hat mit einer am 7. Juni gestarteten Kampagne Flagge gegen den Menschenhandel und die Ausbeutung von Migranten gezeigt. Ziel der von der Peruanischen Bischofskonferenz initiierten Kampagne mit dem Originaltitel “La trata de personas y el tráfico ilegal de migrantes” sei es, die Gesellschaft in dem südamerikanischen Land für die Problematik zu sensibilisieren.

Nach Angaben der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gibt es weltweit rund 20,9 Millionen Menschen, deren Arbeitskraft in erzwungenen Beschäftigungen ausgebeutet werden, mehr als die Hälfte der davon Betroffenen (55 %) sind Frauen und Kinder. In Lateinamerika und der Karibik gibt es nach ILO-Schätzungen rund 1,8 Millionen ausgebeutete Menschen.

Bischof Hector Vera Colona, innerhalb der peruanischen Bischofskonferenz zuständig für die Solidaritätskampagne, rief dazu auf, die "Realität mit den Augen von Jesus Christus zu sehen." Menschenhandel sei ein schweres Verbrechen, das mit aller Entschiedenheit bekämpft werden müsse. Zur Kampagne gehört auch eine umfangreiche Textbroschüre sowie ein Fernsehspot, der im peruanischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Menschen, die Angebote für eine Arbeit im Ausland erhalten, sollen Hilfe erhalten, um diese Offerten überprüfen zu können. (TK)

Fernsehspot der Kampagne:

www.youtube.com/

Die Textbroschüre zur Kampagne:

www.youblisher.com/