El Salvador |

Kirche sieht in Goldmine in Guatemala fatale Bedrohung

Die katholische Kirche in El Salvador spricht sich klar gegen den Förderbeginn einer umstrittenen Gold- und Silbermine in Guatemala aus: "Es gibt keinen Zweifel, dass wir uns mit aller Kraft gegen dieses Bergbauprojekt im Grenzgebiet wehren werden", sagte Weihbischof Gregorio Rosa Chavez am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten in San Salvador. Die Gold- und Silbergewinnung in der Mine "Cerra Blanco" gefährde den für die Trinkwasserversorgung wichtigen See Güija sowie den Fluss Lempa.

Eine Verschmutzung des Lempa durch die für die Gold- und Silbergewinnung notwendigen Chemikalien würde zudem die Lebensgrundlage von Kleinbauern zerstören, die das Wasser des Flusses zur Landwirtschaft verwenden. Nach Angaben der Erzdiözese San Salvador sind nach einer gemeinsamen Analyse mit der Kirche in Guatemala beide Seiten zum Ergebnis gekommen, dass das Projekt für "El Salvador eine fatale Bedrohung" darstelle.

Die Mine Cerro Blanco wird vom guatemaltekischen Unternehmen Entre Mares betrieben, einer Tochterfirma des kanadischen Bergbaukonzerns Goldcorp. El Salvadors Staatspräsident Mauricio Funes hatte jüngst eine eingehende Untersuchung der Umweltverträglichkeit des Projektes angekündigt; er schloss juristische wie diplomatische Schritte gegen das Nachbarland Guatemala nicht aus.

Quelle: KNA