Kolumbien |

Kirche liefert fast 700 Tonnen Hilfsgüter für Flutopfer

Die kirchliche Hilfsorganisation Caritas Colombia hat in den letzten Wochen bereits 694 Tonnen Hilfsgüter für die Opfer der heftigen Überschwemmungen in Kolumbien bereitstellen können. Das teilte das zuständige Sektretariat "Secretariado Nacional de Pastoral Social (SNPS) – Caritas Colombia" in einer Stellungnahme mit.

Bischof Héctor Fabio Henao sagte in seiner Funktion als Vorsitzender von Caritas Kolumbien, die Hilfe sei unter anderem möglichen gewesen, weil die Menschen in den Kirchen des Landes gespendet hätten. So seien zahlreiche Nothilfe-Kits an die besonders betroffene Küstenregion geliefert worden, um den durch die Überschwemmungen obdachlos gewordenen Menschen Nothilfe leisten zu können. Zugleich kündigte Henao den Bau von 300 Not-Herbergen an, die als Übergangsunterkünfte im Departament Atlantico errichtet werden. Es sei notwendig, für eine sozial-ökonomische Stabilität in der Region zu sorgen. "Sehr viele Menschen haben alles verloren und können nicht in ihre Heimatorte zurückkehren. Es ist eine dringende Notwendigkeit, diesen Menschen zu helfen".

Nach Schätzungen der katholischen Kirche sind etwa 400.000 Familien von den Auswirkungen der ungewöhnlich heftigen Regenfälle betroffen. Das entspricht etwa den Auswirkungen des katastrophalen Wirbelsturms Katrina in den USA vor einigen Jahren. (TK)