Kuba |

Kirche kritisiert fehlende Pluralität in neuer Verfassung

Altar der Basílica Menor de Nuestra Señora de la Caridad del Cobre, Wallfahrtskirche für die Virgen de la Caridad, der Schutzpatronin Kubas. (Foto: Adveniat/Martin Steffen)

Die katholische Kirche in Kuba hat scharfe Kritik an einer "fehlenden Pluralität" in der geplanten neuen kubanischen Verfassung geübt. In einer am Wochenende auf ihrer Internetseite verbreiteten Stellungnahme bemängelte die Kubanische Bischofskonferenz, dass die neue Verfassung ausschließlich die marxistisch-leninistische Ideologie zulasse. Andere Vorstellungen über die Menschen, die Gesellschaft und die Welt würden ausgeschlossen. Am 24. Februar steht ein Referendum über den neuen Verfassungsentwurf an.

Konkret kritisierten die Bischöfe, dass es in der Präambel der neuen Verfassung heiße, dass nur im Sozialismus und im Kommunismus der Mensch seine komplette Würde entfalten könne. Dies schließt nach Meinung der Bischöfe Pluralität und verschiedene Meinungen über den Menschen und der Ordnung der Gesellschaft aus. Diese Pluralität müsse aber von der Verfassung gewährleistet werden, forderten die Bischöfe. (KNA)

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