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Kirche in Argentinien erbt Kulturzentrum von Millionärin

Die katholische Kirche in Argentinien ist zu einer ebenso unverhofften wie spektakulären Erbschaft gekommen. Wie die Tageszeitung "La Nacion" am Montag, 16. September, (Ortszeit) auf ihrer Internetseite berichtete, hat die im Februar im Alter von 95 Jahren verstorbene kinderlose argentinische Millionärin Ernestina Lectoure der Caritas und den Salesianern das Veranstaltungszentrum "Luna Park" in der Hauptstadt Buenos Aires vererbt. Die in der Angelegenheit vom Erzbistum Buenos Aires juristisch vertretenen Organisationen erhalten 95 Prozent der Rechte der Betreibergesellschaft.

Der "Luna Park" ist einer der renommiertesten Veranstaltungsorte in Buenos Aires und Schauplatz großer Sport- und Kulturevents. Seit 2007 zählt der "Luna Park" zu den historischen Monumenten des Landes. Bauliche Veränderungen dürfen deshalb nur mit Zustimmung des Kulturministeriums der argentinischen Regierung vorgenommen werden. Zu Lebzeiten von Ernestina Lectoure war der heutige Papst Franziskus der Erzbischof von Buenos Aires. Eine offizielle Bestätigung der Kirche über die Annahme der Erbschaft steht bislang noch aus.

Quelle: KNA