Kolumbien |

Kirche formuliert acht Mindestziele für Frieden

Die kolumbianischen Bischöfe haben acht Mindestforderungen für einen dauerhaften Frieden und eine wahrhaftige Versöhnung in ihrem Heimatland aufgestellt. Wie der Sender "Radio Santafe" am Donnerstag, 7. November(Ortszeit,) berichtete, präsentierte der Erzbischof von Bogota, Kardinal Ruben Salazar Gomez, in der kolumbianischen Hauptstadt ein Schreiben der Kolumbianischen Bischofskonferenz mit acht Mindestforderungen für einen dauerhaften Frieden und Versöhnung. Um diese Ziele zu erreichen, müsse es eine "gerechte Verteilung des Landes und eine authentische wirtschaftliche Entwicklung" geben, die allen Teilen der Gesellschaft eine Versöhnung ermögliche.

Folgende Mindestforderungen hat die kolumbianische Kirche an die politischen Akteure aufgestellt:

1.) Eine Politik des Friedens und der Versöhnung.

2.) Gleichheit, die einen Zugang zu den Rechten ermöglicht, die ein würdevolles Leben garantieren.

3.) Eine tiefgreifende Agrarreform.

4.) Qualitativ hochwertige und integrale Bildung für alle.

5.) Transparente und reale Demokratie.

6.) Dezentralisierung des Landes um regionale Entwicklung zu fördern.

7.) Alternative nachhaltige Produktion für eine Wirtschaft in einem Kolumbien nach dem Konflikt.

8.) Mehr Bürgerbeteiligung.

Derzeit verhandelt die kolumbianische Regierung von Präsident Juan Manuel Santos mit der kolumbianischen Guerilla-Organisation Farc in der kolumbianischen Hauptstadt Havanna über eine Beendigung des seit Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konfliktes.

Quelle: KNA/(TK)