Honduras |

Kirche fordert Reform des Polizeiapparats

Die honduranische Bischofskonferenz fordert eine tiefgreifende und schnelle Reform der Nationalen Polizei. Wie aus einem internen Papier hervorgeht, aus dem honduranische Medien zitierten, macht die katholische Kirche des mittelamerikanischen Landes Mitglieder des Polizeiapparats für zahlreiche Straftaten mitverantwortlich.

"Die Nationale Polizei ist in einige Vorfälle verwickelt, einige davon sind besonders abscheulich und einige wurden von dieser Institution sogar direkt ausgeübt", heißt es in dem Arbeitspapier, das der Tageszeitung „La Tribuna“ vorliegt. Das Resultat seinen nicht eingelöste Versprechen, eine parteiische und populistische Politik, die einige wenige bevorteilt aber die Mehrheit benachteiligt. Es sei eine Kultur entstanden, die die Ungerechtigkeit fördert und Gewalt ungestraft lässt. Gewalt sei zu einem akzeptierten Mittel des sozialen Wettbewerbs in der Gesellschaft geworden.

Internationale Organisationen, befreundete Länder und die honduranische Zivilgesellschaft unterstützen den Prozess einer tiefgreifenden Neustrukturierung der Polizeikräfte, nicht zuletzt mit Blick auf die hohe Mordrate in dem mittelamerikanischen Land. Aktuelle Zahlen sprechen von derzeit bis zu 20 Morden am Tag. (TK)