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Kirche fordert Dialog im Grenzkonflikt mit Costa Rica

Im Grenzkonflikt zwischen Costa Rica und Nicaragua hat die nicaraguanische Kirche die Politiker zum Dialog aufgerufen. Die Menschen beider Länder hätten keinerlei Interesse an einer Auseinandersetzung, sagte Erzbischof Leopoldo Jose Brenes von Managua der Tageszeitung "El Nuevo Diario". "Die beiden Völker sind miteinander befreundet, manchmal aber sorgen die Regierungen für Spannungen." In der Vergangenheit hätten bereits die Bischöfe aus ganz Zentralamerika die beiden Regierungen aufgefordert, sich an einen Tisch zu setzen.

Nicaragua und Costa Rica streiten sich über den Grenzfluss Rio San Juan, der fast auf der ganzen Länge zum nicaraguanischen Staatsgebiet gehört. Einige Kilometer bevor der San Juan ins Karibische Meer fließt, teilt er sich in ein mehrarmiges Delta auf. Der größte Mündungsarm, der Rio Colorado, fließt auf costa-ricanischem Gebiet in das Karibische Meer.

Quelle: KNA