Honduras |

Kirche erinnert Regierungsbeamte an ihre Pflichten

Die Kirche in Honduras hat einen Aufruf an die Beamten und öffentlichen Funktionsträger gestartet, "ihre Absichten im Angesicht des Kreuzes zu überprüfen." Der Sprecher der Hauptstadtdiözese Tegucigalpa, Padre Carlo Magno Núñez, erinnerte in seiner Sonntagspredigt daran, dass diejenigen Funktionsträger, die Ämter oder Positionen der Regierung bekleiden, verstehen müssen, dass sie nicht auf ihren Posten sitzen, um zu dominieren oder um politische oder wirtschaftliche Vorteile daraus zu ziehen, sondern um zu dienen. Jeder Amtsträger, der im Räderwerk der Regierung eine Rolle spielen wolle, müsse sich genau hinterfragen, warum er dies tue und welche Absichten er verfolge.

Die Nichtregierungs-Organisation "Transparencia Internacional" hatte in ihrem Korruptionsindex Honduras jüngst als korruptesten mittelamerikanischen Staat bewertet. Die katholische Kirche hatte das als "leidvolle Auszeichnung" beklagt ein geschlossenes Vorgehen der Gesellschaft gefordert, um Strategien für eine transparente Politik möglich zu machen. Das hohe Maß an Straflosigkeit der Korruptions-Vergehen habe zur Gewalt in Honduras beigetragen, heißt es in einer Stellungnahme der Kirche. (TK)