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Keine Ernährungssicherheit für Kleinbauern

Die Situation der Kleinbauern in Mittelamerika ist weiterhin alarmierend. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Mittelamerika in Zahlen: Daten zur Ernährungssicherheit und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft“, die von der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO und dem regionalen Programm für Ernährungssicherheit PRESANCA II erarbeitet wurde.

63 Prozent der Kleinbauern von Armut betroffen

Vor allem die ländliche und kleinbäuerliche Bevölkerung Zentralamerikas (Panama, Nicaragua, Honduras, Guatemala, El Salvador, Costa Rica) lebt demzufolge in Armut. Die etwa 2,35 Mio. kleinbäuerlichen Haushalte machen zwar rund die Hälfte des landwirtschaftlichen Sektors aus, doch leben 63 Prozent von ihnen unterhalb der Armutsgrenze. In sechs von zehn Haushalten ist die Ernährung nicht gesichert, warnt die Studie.

Insgesamt leben 50 Prozent der Bevölkerung Mittelamerikas dem Bericht zufolge unterhalb der Armutsgrenze, 26,8 Prozent davon in extremer Armut. Diese Zahlen sind höher als in Lateinamerika und der Karibik insgesamt, wo durchschnittlich 33 Prozent der Einwohner von Armut betroffen sind und 13,3 Prozent davon in extremer Armut leben.

Bäuerliche Einkommen zu niedrig

Laut Bericht sind 14 Prozent der Bevölkerung Mittelamerikas von Unterernährung betroffen. Das entspricht fast sechs Millionen Einwohnern. Nur in Costa Rica sind weniger als fünf Prozent der Bevölkerung unterernährt.

Besonders kritisch ist die Lage in Nicaragua und Honduras. Dort klaffen der gesetzliche Mindestlohn und die Kosten für den Grundwarenkorb, der zur monatlichen Versorgung einer Familie mindestens nötig ist, um mehr als 100 US-Dollar auseinander, hebt der Bericht hervor. Lediglich in Costa Rica reichen die Einkünfte der kleinbäuerlichen Bevölkerung aus, um alle Kosten zu decken und die Güter de Grundwarenkorbs zu erwerben. (bh)

Quelle: Adital