El Salvador |

Katholische Kirche schlägt zweites Friedensabkommen vor

Die katholische Kirche El Salvadors hat am Samstag eine Neuauflage des Friedensabkommens von 1992 vorgeschlagen. Zum Anlass des 20. Jubiläums der Unterzeichnung des Vertrages zwischen den ehemaligen Rebellen und der Regierung im Januar 2012 will die Institution die Idee des Friedens wiederbeleben. „Der 16. Januar markiert den 20. Jahrestag des Endes des Bürgerkrieges in El Salvador und deswegen möchten wir ein neues Friedensabkommen vorschlagen. Es soll unter dem Motto der Überwindung der Gewalt in unserem Land stehen“, erläuterte der Weihbischof von San Salvador Grogorio Rosa Chavez.

Der Vorschlag war das Ergebnis einer Anhörung des Nationalen Bildungsrats und reagiere nach Angaben der katholischen Kirche auf die weit verbreitete Gewalt in dem zentralamerikanischen Land. El Salvador weist mit 65 Morden pro 100.000 Einwohner eine der höchsten Mordraten weltweit auf. Viele der Gewalttaten werden im Zusammenhang mit Banden verübt, die den Drogen- und Waffenhandel im Land kontrollieren.

Zur Überwindung der Gewalt sei es auch notwendig, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes voranzutreiben, so Chavez, um den jungen Menschen Perspektiven außerhalb des Gangmilieus zu schaffen. Die soziale Inklusion der benachteiligten Bevölkerungsgruppe und die Schaffung des Vertrauens in die Polizei seien außerdem wichtig. „Wenn die Menschen sagen, je weiter die Polizei weg ist, desto besser, dann stimmt etwas nicht“ erklärte Chavez. (aj)