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Katastrophen sorgen für Chaos

Derzeit wird Lateinamerika von verschiedenen Katastrophen heimgesucht: In El Salvador sind tausende Menschen auf der Flucht vor Tropenstürmen. Der Golf von Mexiko leidet unter der BP-ölkatastrophe und andere Länder Lateinamerikas sind ebenfalls von ölkatastrophen betroffen.

So ist in Peru ein für Pluspetrol fahrendes Schiff mit 5000 Barrel Rohöl im Juni leck geschlagen. Daraufhin haben sich etwa 3000 Barrel Rohöl in die Flusssenke des Río Marañón ergossen. Aus dieser Flusssenke beziehen indigene Gemeinden der Provinz Loreto ihr Trinkwasser, das nun mit öl verseucht ist. Die Indigenas blockierten daher den Schiffsverkehr auf dem Río Tigre und dem Río Corrientes, um auf ihre Notlage aufmerksam zu machen.
Für den Morgen des 27. Juli war bei der Staatsanwaltschaft der Provinz Loreto eine Versammlung angesetzt. Als zu dem Treffen jedoch keine Mitarbeiter von Pluspetrol erschienen, zogen sich die Vertreter der indigenen Verbände wieder zurück.

In Venezuela bangen zahlreiche Fischer um ihre Existenz: Auf dem Maracaibo-See treiben seit mehreren Monaten klebrige schwarze ölklumpen auf Strände und Mangrovenwälder zu. Sie bedrohen die Flora und Fauna und bringen die Fischer in Existenznöte. Außerdem bleiben durch diese Katastrophe die Touristen aus. Damit fehlt der Region eine wichtige Einnahmequelle.

In Guatemala verschärft der Klimawandel das Hungerproblem: Während einige Regionen von dem Tropensturm „Agatha“ heimgesucht wurden und seither mit Überschwemmungen zu kämpfen haben, herrscht in anderen Teilen des Landes große Dürre. Die extremen Wetterphänomene führen dazu, dass die Nahrungsmittel für die verarmte Bevölkerung immer knapper werden.
(fc)

Quellen: ipsnews, poonal