Mexiko |

Kartell verübt Massaker mit 14 Toten

Symbolfoto: Adveniat/Achim Pohl

Nach einem blutigen Angriff von bewaffneten Männern auf eine Privatfeier mit 14 Toten im Süden von Veracuz geht die Staatsanwaltschaft des mexikanischen Bundesstaates von einer Auseinandersetzung zwischen den Kartellen „Nueva Generación“ und „Los Zetas“ aus. Die sechs mit Pistolen und Gewehren bewaffneten Täter hätten die rund 50 Gäste einer Geburtstagsparty aus „Vergeltung“ wegen rivalisierender Drogengeschäfte angegriffen, berichtet die Tageszeitung „Milenio“ am Montag, den 22. April 2019.

Keines der Opfer sei bisher wegen Gesetzesverstößen aufgefallen oder habe Kontakte zum organisierten Verbrechen, so die Behörden. Am Abend des Karfreitags war das Killerkommando mit Gewalt in das Restaurant „La Potra“ in der Gemeinde Minatlán eingedrungen, forderte die Anwesenden auf, sich auf den Boden zu legen, und töteten ihre Opfer binnen 20 Minuten. „Die Menschen waren bereits tot, und trotzdem schossen sie weiter“, so Augenzeugen über das Blutbad.

Hauptziel der Attacke sei die transsexuelle Barbesitzerin Julio César Gónzales Reyna, auch bekannt unter dem Namen „La Becky“, gewesen. Die Täter seien an ihren Tisch getreten und hätten sie mit den Worten „Damit spielt man nicht“ erschossen, schreibt die Tagezeitung „El Universal“. Als Reaktion auf das Massaker entsendete Mexikos Zentralregierung Armee, Marines und Bundespolizei in den Erdöl-Bundesstaat Veracruz. Präsident Andrés Manuel López Obrador kündigte bei einem Besuch am Sonntag „Gerechtigkeit“ an. Die Zahl der Mordopfer ist in Mexiko im ersten Trimester 2019 auf die historische Rekordzahl von 8493 Opfern angestiegen.(bb)

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