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Kampagne gegen religiöse Intoleranz

Das ökumenische Jugendnetzwerk (REJU) hat anlässlich des Nationaltags für den Kampf gegen religiöse Intoleranz am 21. Januar eine landesweite Kampagne zum Thema begonnen. Im Rahmen der Kampagne sind das ganze Jahr über Aktionen geplant. Daniel Souza, Mitarbeiter von REJU in Paulo erklärte, es sei Ziel der Kampagne „Diskussionen über verschiedene Religionszugehörigkeiten zu forcieren und die Praxis des ökumenischen Zusammenlebens zu fördern“.

Weiterbildung für jugendliche Multiplikatoren

Politische Lobbyarbeit sei ein weiteres Ziel der Kampagne, erklärte Souza. Daher werde das REJU das Thema in den staatlichen Jugendräten auf die Agenda setzen sowie bei II. Landesweiten Konferenz der Jugend, die in diesem Jahr stattfinden wird. “Das ganze Jahr über sind Kurse und Weiterbildungen für jugendliche Multiplikatoren zum Thema geplant. Mit Texten, Videos und Bibelstudien auf der Internetseite des Netzwerks wollen wir die Kommunikation zum Thema beleben", unterstreicht der Souza.

Jugendliche organisieren ökumenische Gottesdienste

Das in fünf Bundesstaaten vertretene Netzwerk eröffnete die Kampagne am 21. Januar mit Veranstaltungen in Teutônia, im Bundesstaat Rio Grande do Sul und in den südlichen Regionen. Am 23. Januar fand eine Zeremonie in der anglikanischen Gemeinde Santísima Trinidad, in Campos Elíseos in São Paulo statt. Für den 29. Januar bereitet REJU Veranstaltungen in Pernambuco, Paraíba und Rio Grande do Norte vor. Die Organisation der Veranstaltungen und Gottesdienste würden jeweils in den Händen der Jugendlichen vor Ort liegen, die verschiedenen Glaubensrichtungen angehören, beschreibt Souza das Konzept der auf mehrere Jahre angelegten Kampagne.

Der Nationale Tag gegen religiöse Intoleranz wird in Brasilien seit 2007 begangen. Hintergrund war die Diffamierung einer Gläubigen der Macumba-Religion Bahía durch die religiöse Zeitschrift „Folha Universal“, die landesweit großes Diskussionen auslöste. (bh)

Quelle: Adital