Mexiko |

Kämpfe zwischen Bürgerwehren und Drogenmafia

Der Drogenkrieg in Mexiko ist in eine neue Phase eingetreten. Nach der Bildung von paramilitärischen Selbstverteidigungsgruppen in verschiedenen Regionen der mittelamerikanischen Nation haben bewaffnete Bürger am Wochenende eine Kleinstadt im Bundesstaat Michoacánin ihre Gewalt gebracht, so Berichte lokaler Medien. In der Gemeinde Parácuaro entwaffneten Bürgerwehrendie örtliche Polizei und übernahmen die Kontrolle in der Kleinstadt.

"Wir versuchen mit den Anführern dieser Gruppe in Kontakt zu treten, auch damit der Verkehr wieder frei fließen kann", so Jesús Reyna, Staatsminister in Michaocán gegenüber CNN Mexiko. Bei der bewaffneten Gruppe handele es sich vor allem um Ortsfremde, so Angaben des Präfekten Fausto Vallejo im Vier-Millionen-Einwohnerbundesstaates im westlichen Zentralmexiko. Diese hatte am Wochenende Reisebusse in Brand gesetzt und Straßensperren errichtet, um den Zugang zur Ortschaft zu blockieren.

"Die gesetzlichen Bestimmungen werden hier in Michoacán durchgesetzt, natürlich brauchen wir dafür die Unterstützung der Bundesarmee", kündigte Vallejo die Durchsetzung des Rechtsstaates an. Seit Anfang 2013 haben selbsternannte Bürgerwehren zu den Waffen gegriffen, um ihre Wohnorte gegen die Bedrohungen des organisierten Verbrechens und den Drogenhandel zu verteidigen. Unter ihrer Kontrolle sind bisher die Gemeinden in Buenavista, Tepalcatepec, Coalcomán, Aguililla, Tancítaro, La Huacana, Churumuco und Parácuaro. (bb)