|

Kältewelle in Südamerika

Die Bewohner der Cono-Sur-Staaten werden gegenwärtig von einer starken Kältewelle polarer Kaltluft heimgesucht. In Argentinien sind laut lokalen Presseberichten bisher mindestens vier Menschen gestorben. Nach Angaben des argentinischen Meteorologischen Dienstes sanken die Temperaturen in der Provinz Buenos Aires auf minus 7,7 Grad Celsius. In einigen Gegenden von Jujuy und Mendoza wurden minus zehn Grad gemessen.

In einigen Regionen Brasiliens hat es nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder geschneit. So wurde aus 36 Städten des südlichen Bundesstaates Santa Catarina Schneefall gemeldet. In den Hügeln rund um den Badeort Florianópolis (Hauptstadt von Santa Catarina) hat es erstmals seit 56 Jahren wieder geschneit. Es handele sich um die schlimmste Kältewelle seit 15 Jahren, so die brasilianische Zeitung „O Globo“. Auch aus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile werden Temperaturen von minus acht Grad gemeldet, im Landesinneren von Paraguay seien Teile der Ernte erfroren, meldete das Landwirtschaftsministerium.

23 Tote durch Kältewelle in Uruguay

Für Uruguay hat der meteorologische Dienst die Alarmstufe Orange (mittlere Alarmstufe) ausgerufen. Auch dort rechnen die Meteorologen mit Schnee oder Graupelschauern. Obdachlose wurden aufgefordert, sich in Notunterkünfte zu begeben. Mindestens 23 Personen seien aufgrund der Kältewelle gestorben, wobei einige Menschen beim Versuch ihre Wohnungen zu heizen, an den Folgen von Bränden starben, berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur. Bis Dienstag sei die Feuerwehr zu 500 Bränden gerufen worden.

Der Energieverbrauch sei am Montag auf Rekordniveau angestiegen, meldete die staatliche Energiebehörde. Die Regierung rief zum Energiesparen auf und riet von nicht unbedingt nötigen Aufenthalten im Freien ab, der Katastrophenschutz warnte vor Alkoholgenuss. Meteorologen erwarten, dass die niedrigen Temperaturen diese Woche noch anhalten. (bh)