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Justizministerium gibt Startschuss für Kampagne gegen Menschenhandel

In den vergangen zehn Jahren hat der Menschenhandel in brasilianischen Großstädten immer weiter zugenommen. Betroffen sind meistens Menschen, die in prekären sozioökonomischen Bedingungen leben. Das Versprechen auf eine bessere Zukunft lockt sie in die Hände von Menschenhändlern. Um diese Verbrechen einzudämmen, hat das brasilianische Justizministerium am Dienstag (9.2.) die Kampagne „ Menschenhandel: Helfen Sie Brasilien nicht in diese Falle zu gehen” gestartet. Ziel dieser Kampagne ist es vor allem die Bevölkerung auf den existierenden Menschenhandel aufmerksam zu machen. So wurden in vielen Bushaltestellen sowie an öffentlichen Plätzen Infomaterial ausgelegt und Plakate aufgehängt. Unter der Telefonnummer 180 können außerdem im ganzen Land Anzeigen gegen Verdächtige erstattet werden. Die Verantwortlichen hoffen so, den Schlepperbanden auf die Spur zu kommen.

Die Anstrengungen des Justizministeriums konzentrieren sich vor allem auf die Großstädte des Landes, in denen die Fallzahl am höchsten ist. Dies betrifft unter anderem Rio de Janeiro, Sao Paolo, Salvador und Recife. Junge Mädchen werden häufig an Bordellbetreiber verkauft und Männer landen unter anderem in der Landwirtschaft als Arbeiter ohne Lohn. Den Verzweifelten wird ein Kredit gegeben, der sie im Nachhinein an ihren Arbeitgeber fesselt und sie zu Sklaven macht.

Die Kampagne sieht als ebenso wichtig an, die Personen zu fassen, die Menschen kaufen, so Romeu Tuma Júnior vom Nationalen Justizsekretariat. Aus diesem Grund gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Hauptzielländern der Opfer: Belgien, Spanien und Portugal.

Quelle: Adital