Guatemala |

Jugendlicher bei Kundgebung erschossen

Das Opfer war für die Bewahrung der Schöpfung eingetreten.

San Juan Sacatepéquez. Bei einem Protestmarsch im Rahmen des „Tages zur Bewahrung der Mutter Erde“ ist ein Jugendlicher durch eine Schusswaffe getötet worden. Zwei weitere Personen wurden verletzt. Laut der teilnehmen Organisationen an der Kundgebung sei der Täter komplett schwarz gekleidet gewesen und habe sich unter die Menge der friedlich protestierenden Gruppe gemischt.

Die Organisationen der Indígenas, Landarbeiter und Menschenrechtler verurteilten die Tat in einer öffentlichen Stellungnahme. Sie sei ein Attentat gegen die Ausübung des Rechtes auf Leben der Indígenas und den Respekt gegenüber der freien Ausübung ihres Strebens nach Entwicklung. Außerdem verlangten die Organisationen von der Justiz und Nationalpolizei, die Tat aufzuklären. Die Regierung baten sie, nicht weiter gleichgültig gegenüber ihren Forderungen, den Bau der Zementfabrik in San Juan Sacatepéquez einzustellen, zu sein. Denn dieser verstoße gegen das Leben der Bewohner und ihrer Naturgüter. Der Aufruf richtet sich auch an das guatemalische Volk und die Weltbevölkerung, den Fall zu begleiten, damit „der Staat Guatemala seine Funktion erfülle, das Gemeingut zu garantieren.“

Text: leif