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Jubel in San Jos?©

Für die nach einem Grubenunglück vor 64 Tagen eingeschlossenen Bergarbeiter der Mine San José naht die Rettung. Agenturmeldungen zufolge erreichte der Spezialbohrer T-130 am Sonnabend früh den intakten Minenbereich in 630 Meter Tiefe, wo seit dem 5. August 33 Überlebende des Grubeneinsturzes ausharren.

»Wir haben 33 Tage des Bohrens hinter uns, um die 33 Bergarbeiter zu retten, aber noch bleibt viel zu tun«, warnte Chiles Bergbauminister Laurence Golborne vor verfrühter Euphorie. »Noch haben wir niemanden gerettet«.

Der Minister hatte am Freitag erklärt, dass »zwischen acht und zehn Tage« gebraucht werden würden, um die Eingeschlossenen nach dem Bohrdurchbruch durch eine Rettungskapsel ans Tageslicht zu holen. Alles hänge davon ab, ob der Bergungsschacht mit Stahlrohren verstärkt werden müsse oder nicht. Die Bergleute würden dann einzeln in der Kapsel hochgezogen, die lediglich einen Durchmesser von 50 Zentimeter aufweist. (bb)