Honduras |

Juan Orlando Hernandez im Amt bestätigt

Die nationale honduranische Wahlbehörde hat am Donnerstag Juan Orldano Hernández als neuen Präsidenten des zentralamerikanischen Landes bestätigt. Die Institution hatte in der letzten Woche einen Teil der Stimmenauszählungen der am 24. November abgehaltenen Wahlen überprüft.

Die Oppositionskandidatin und Ehefrau des ehemaligen Präsidenten Manuel Zelaya hatte im Anschluss an die Wahl massive Fälschungen angeprangert. So seien beispielsweise Stimmen von Menschen gezählt worden, die bereits verstorben sind. Weiterhin klagte sie das massive Übergewicht der Nationalen Partei (NP) im Wahlkampf an. Diese hätte angeblich öffentliche Gelder genutzt, um eine breit aufgestellte Kampagne zu ermöglichen. Xiomara Castro und ihre Partei Libre mobilisierten Anfang Dezember tausende Menschen, um gegen die Wahlergebnisse zu protestieren und reichten Klage ein. Schließlich entschied das Wahlgericht die Überprüfung der Auszählung in einigen Wahlkreisen.

Die Wahlbehörde hat nun bekannt gegeben, dass die Ergebnisse von 36,9 Prozent für Hernández und 28,8 Prozent für Castro sich im Zuge der Überprüfung bestätigt haben. Diese hätte gezeigt, dass Juan Orlando Hernández mindestens 250.000 Stimmen mehr als Xiamara Castro auf sich vereinen konnte. Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza rief nach der Ankündigung dazu auf, die Entscheidung der Behörde zu akzeptieren. "Ich rufe die Bevölke-rung Honduras dazu auf, die Ergebnisse und ihren neuen Präsidenten anzuerkennen. Die Regierung und die Opposition sollten sich zusammenschließen, um die wichtigen Probleme des Landes zu lösen." (aj)