Kolumbien |

Juan Manuel Santos präsentiert neue Regierung

Präsident Juan Manuel Santos. Foto: Policía nacional de los colombianos, CC BY-SA 2.0.
Präsident Juan Manuel Santos. Foto: Policía nacional de los colombianos, CC BY-SA 2.0.

Der vergangene Woche für seine zweite Amtszeit vereidigte Präsident Kolumbiens, Juan Manuel Santos, hat am Montag, 11. August 2014, seine neue "Regierung für den Frieden" präsentiert. Die vier Minister - Alejandro Gaviria für Gesundheit, María Ángela Holguín für externe Beziehungen, Juan Carlos Pinzón für Verteidigung und Mauricio Cardenas für Finanzen - wurden aus der vorherigen Regierung übernommen. Komplett neu besetzt, wurden das Ministerium für Inneres mit Juan Fernando Cristo, das Justizministerium mit Yesid Reyes, das Ministerium für Transport mit Natalia Abello und das Umweltministerium mit Gabriel Vallejo. Alle anderen Posten wurden lediglich neu verteilt. So übernimmt beispielsweise Gina Parody das Bildungsressort und Luis Eduardo Garzón das Arbeitsministerium.

Friedensgespräche gehen in die nächste Runde

Währenddessen werden heute die Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC wieder aufgenommen. Die beiden Delegationen werden sich von nun an mit der Frage der Entschädigung der Opfer des bewaffneten Konflikts beschäftigen. Das mögliche Friedensabkommen zur Beendung des Konflikts ist das große Thema des Wahlkampfs von Juan Manuel Santos gewesen. Er gab an davon auszugehen, dass der Vertrag noch in diesem Jahr unterzeichnet werden würde. In seiner Antrittsrede machte das Staatsoberhaupt jedoch auch deutlich, dass die er die jüngst verübten Anschläge der Guerilla nicht ignorieren könne. Er wies daraufhin, dass auch die Geduld der Kolumbianer und der internationalen Gemeinde irgendwann ein Ende haben werden.

Die FARC scheint, was den schnellen Abschluss eines Friedensvertrags betrifft, deutlich skeptischer zu sein. In einem Interview gab der Guerilla-Führer Timochenko an, dass er eine Vertragsunterzeichnung noch in diesem Jahr für ausgeschlossen hielte. Die Elemente der Verhandlungen seien, seiner Meinung nach, zu komplex. (aj)

Fotoquelle: Policía nacional de los colombianos, CC BY-SA 2.0