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Journalistin erhält UNESCO-Preis für Pressefreiheit

Die chilenische Journalistin Monica Gonzalez Mujica erhält in diesem Jahr den UNESCO-"Weltpreis für Pressefreiheit". Die 1949 geborene Journalistin werde für ihr Engagement zur Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen der Pinochet-Diktatur geehrt, teilte die Weltkulturorganisation am Dienstagabend in Paris mit.

Gonzalez war 1973 nach dem Militärputsch ins Exil gegangen, kehrte 1978 aber nach Chile zurück. Sie untersuchte als Journalistin Menschenrechtsverletzungen und finanzielle Transaktionen der Machthaber. Dafür wurde sie erstmals 1984 und 1985 inhaftiert und misshandelt, weitere Gefängnisaufenthalte folgten.

Der UNESCO-Preis wurde Gonzalez von einer Jury aus zwölf Journalisten zuerkannt. Jury-Vorsitzender Joe Thloloe sagte, die Preisträgerin verkörpere das, was mit der Auszeichnung geehrt werden solle. UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova hob hervor, dass Gonzalez inzwischen als Leiterin eines Journalistenzentrums ihre Erfahrung an die jüngere Generation weitergebe.

Der "UNESCO-Preis für Pressefreiheit Guillermo Cano" wird seit 1997 vergeben. Er soll in diesem Jahr am 3. Mai, dem Welttag der Pressefreiheit, im australischen Brisbane überreicht werden.

Quelle: KNA