Bolivien |

Journalistenverbände fordern Aufklärung des Guzmün-Todes

Internationale wie nationale Journalistenverbände fordern die rückhaltlose Aufklärung der mysteriösen Umstände des Todes von David Niño de Guzmán. Die Leiche des Chefredakteures der katholischen Nachrichtenagentur Agencia de Noticias ‘Fides’ (ANF) war in der vergangenen Woche mit Merkmalen einer Explosion im Viertel Retamanis in La Paz gefunden worden. Der Leiter der zuständigen Mordkommission (Fuerza Especial de Lucha Contra el Crimen - FELCC), Oberst Roberto Campos, hatte in einer ersten Stellungnahme die Vermutung geäußert, der Tod von Guzman sei durch die Explosion einer Dynamit Ladung verursacht worden.

Das nationale Komitee zum Schutz von Journalisten (Comité para la Protección de los Periodistas - CPJ) wie auch der interamerikanische Presseverband "Sociedad Interamericana de Prensa (SIP)" und Reporter ohne Grenzen forderten von den bolivianischen Behörden, die Tat umfassend aufzuklären.

Der bolivianische Minister für Kommunikation, Iván Canelas, erklärte unterdessen, man erwarte von den zuständigen Behörden eine “ gründliche Ermittlung“ über die Todesursache des Journalisten. Vor seinem Wechsel zu Fides war Guzman unter anderem für die bolivianischen Zeitungen und Sender Última Hora, Primera Plana, La Razón, Presencia, El Diario und Cadena A tätig. Über Morddrohungen gegen Guzman liegen laut ersten Meldungen keine Erkenntnisse vor. (TK)