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Jedes zweite Kind muss arbeiten

Armut und Kinderarbeit betrifft vor allem indigene Familien.

Kinderarbeit betrifft in Lateinamerika und der Karibik vor allem die Nachfahren der Ureinwohner. Dies geht aus einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor, die am Freitag (16.10.) vorgestellt wurde. Wie die Untersuchung zur Kinderarbeit in Lateinamerika und der Karibik zeigt, arbeiten insgesamt 5,7 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren. Viele gehen nicht regelmäßig zur Schule und setzen durch die frühe Beschäftigung ihre Gesundheit aufs Spiel. Die IAO berichtet, dass in Honduras die Hälfte aller Kinder aus Familien mit indianischen Wurzeln arbeiten. Das sind drei Mal so viele wie Kinder aus Familien anderer Herkunft. Kinderarbeit sei eine Folge von Armut, die besonders die Nachkommen der Ureinwohner beträfe.

Text: jam