|

IWF: Geldpolitik als Instrument gegen Krise

Die Geld- und Währungspolitik der einzelnen lateinamerikanischen Staaten ist nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die wirtschaftliche Zukunft der Region entscheidend. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des IWF hervor, der gestern in Lima vorgestellt wurde. Die positive ökonomische Bilanz des Subkontinents habe sich laut der Organisation zwar nur wenig abgeschwächt und es werde für dieses und kommendes Jahr weiterhin ein Wachstum um vier Prozent erwartet, der Aufwärtstrend sei aber deutlich langsamer als zuvor. Dies hänge vor allem mit der Währungskrise in der Europäischen Union sowie der schwachen US-Amerikanischen Wirtschaft zusammen, heißt es in der Studie mit dem Titel „Lateinamerika- Wechselhafte Winde und Neue Politische Herausforderungen“.

Um sich auch in Zukunft gegen die Turbulenzen des internationalen Finanzmarktes zu wappnen, sei die monetäre Politik „ die erste Verteidigungslinie“. So könnten Staaten, die Ihre Zyklen der Zinserhöhung unterbrochen haben, diesen Trend beibehalten oder sogar anfangen ihre monetären Anpassungen zu unterbrechen, bis sich das globale wirtschaftliche Klima erholt hat. Peru halte beispielsweise seinen Leitzins seit Juni konstant und Brasilien habe seinen sogar um 50 Basispunkte gesenkt. Außerdem sollte nach Abgaben des IWF die Liquidität unbedingt aufrecht erhalten werden und die Fiskalpolitik seine Konsolidierung fortsetzen. (aj)

Der komplette IWF-Bericht (auf Spanisch):
http://www.imf.org/external/spanish/pubs/ft/reo/2011/whd/wreo1011s.pdf