Brasilien |

Inventur im Amazonas

Brasilien macht Inventur im Amazonas-Regenwald. Dies kündigte die Regierung des Landes an, nachdem 2012 nach einem dreijährigen Abholzungsrückgang mit 4600 Quadratkilometern wieder mehr Regenwald geschlagen worden war. Dies entspricht der dreifachen Fläche der Millionen-Metropole Sao Paulo, so Daten des Abholzungs-Überwachsungsprojekts PRODES.

Mit einem wissenschaftlichen Mammut-Programm soll darum nun jeder Baum im Regenwald erfasst werden, teilte das Ministerium für Umweltschutz mit. Binnen vier Jahren sollen Forscher Informationen über Baumarten, Biomasse-Reserven, Bodenqualität, Degradationsniveau und Gesundheitsgrad der Bäume sammeln und katalogisieren, so Umweltministerin Izabella Teixera auf der Webseite ihrer Institution.

Für das ehrgeizige Programm stehen nach Abschluss eines Kooperationsabkommens mit der staatlichen Entwicklungsbank ENDES 33 Millionen US-Dollar zur Verfügung. „Dann werden wir wissen, was für Wälder wir haben, in welchem Zustand diese sind. Wir werden neue Arten entdecken, und wir werden mehr über vom Aussterben bedrohte Spezies erfahren“, so Teixera. Die letzte Wald-Inventur liegt 40 Jahre zurück. (bb)