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Internationale Aktionswoche gegen Waffengewalt

Verschiedene soziale Organisationen gestalten noch bis zum 19. Juni eine „Internationale Aktionswoche gegen Waffengewalt". Mit verschiedenen Aktionen in Kolumbien, Brasilien, Chile und anderen Staaten Lateinamerikas möchten sie auf das Problem des illegalen Waffenhandels und Waffenbesitzes hinweisen. Auch Amnesty International und die Organisation Clave nehmen an der Woche teil.

Friedensbotschaften von Kindern

Laut einer Pressemitteilung wollen die beiden Organisationen Friedensbotschaften von Kindern sammeln und Aufrufe an Behörden lateinamerikanischer Staaten schicken, in denen sie dazu auffordern, sich an der Aktionswoche zu beteiligen.

Lateinamerika gilt als eine der gewaltsamsten Regionen der Welt. Zwischen 70 und 90 Prozent der Gewalttaten in der Region werden mit Schusswaffen ausgeübt.

In Chile fand im Rahmen der Aktionswoche in der Universidad Diego Portales ein Forum mit dem Thema „Waffengewalt in Chile“ statt. Daran nahmen Regierungsvertreter, Abgeordnete, internationale Experten und Vertreter der Zivilgesellschaft teil. Bei der von der Organisation Iansa veranstalteten Diskussion wurde auch über darüber gesprochen, wie die Gewalt im Land reduziert werden könne.

„Cyber-Aktion“ in Brasilien

Mit einer „Cyberacción“ beteiligte sich das Friedensinstitut „Sou da Paz“ aus Brasilien an der Aktionswoche. Die Bevölkerung ist aufgerufen, Fotos zum Thema „Entwaffnung“ an die E-Mail-Adresse des Instituts sowie an soziale Netwerke wie Twitter, Facebook und Orkut zu schicken.

In Kolumbien werden bei Aktivitäten im Department Antioquia die Beziehungen zwischen Drogenhandel und Waffengewalt im Mittelpunkt stehen. Am heutigen 15. Juni werden Menschenrechtsverteidiger und soziale Organisationen auf dem Seminar "Für Entwaffnung" darüber diskutieren, weshalb die Bevölkerung keine Waffen besitzen sollte. Am 17. und 18. Juni wird in der Stadt Medellín ein Forum zum Thema „Waffen, Drogen und Menschenhandel“ stattfinden.

Weltweit werden in mehr als 50 Staaten der Welt vom 13. bis zum 19. Juni Aktivitäten zum Thema durchgeführt. (bh)

Quelle: Adital