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Indigenes Volk der Kaiowá Guarani aus Brasilien fordert Anerkennung seiner Gebiete

Der Indianermissionsrat CIMI macht auf die schwierige Situation des indigenen Volkes der Kaiowá Guarani in Brasilien aufmerksam. Bereits 2007 sei eine Anerkennung der von dem Volk traditionell bewohnten Gebiete im Bundesstaat Mato Grosso do Sul vereinbart worden. Doch seien die Ureinwohner bis heute Landvertreibungen und Anfeindungen ausgesetzt, weshalb sie nun einen Teil ihrer Gebiete besetzen würden.
Nach 2008 sei dies bereits der zweite Versuch von Angehörigen des Volkes, ihrem Recht auf Land selbst Geltung zu verschaffen, berichtet CIMI. In den vergangenen Jahren seien die Indigenen immer wieder von Farmbesitzern und der lokalen Bevölkerung bedroht und in ihren elementaren Rechten beschnitten worden. Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft sei darüber informiert gewesen, habe jedoch keine Schutzmaßnahmen angeordnet, kritisiert der Indianermissionsrat.
Zusätzlich erschwert werde die Lage durch Überschwemmungen und die extreme Hitze. Gezielte Aktionen der Farmbesitzer hätten eine ausreichende medizinische Versorgung der Indigenen verhindert, so CIMI. Ein Gericht habe inzwischen jedoch den freien Zugang des nationalen Gesundheitsdienstes angeordnet. Die Geduld der Indigenen mit der Anerkennung ihrer Territorien sei laut CIMI allerdings am Ende. (tmg)

Der Indianermissionsrat CIMI wird seit Jahren von Adveniat gefördert. Einen längeren Bericht zu der derzeitigen Lage der Kaiowá Guarani finden Sie auf blickpunkt-lateinamerika.de