Argentinien |

Indigenes Filmfestival zeigt unbekannte Lebenswelten

Bei der Filmpremiere des Films "Papst Franziskus" (Symbolfoto: Kronauge/Adveniat)
Bei der Filmpremiere des Films "Papst Franziskus" (Symbolfoto: Kronauge/Adveniat)

In Argentinien findet am Wochenende das renommierte 11. Lateinamerikanische Filmfestival der Indigenen Völker statt. In der 380.000-Einwohnerstadt Resistencia, Hauptstadt der nordargentinischen Provinz Chaco, werden vom Freitag, dem 26. Oktober, bis Sonnabend, dem 27. Oktober 2018, zahlreiche Langfilme, Dokus und Kurzfilme indigener Filmschaffender gezeigt, berichten lokale Medien von dem Kulturevent.

Insgesamt seien über 45 Filme aus Kolumbien, Mexiko, Argentinien, Brasilien, Chile und Peru bei der Festival-Jury eingegangen, vermeldet die Tageszeitung „Chaco Dia por Dia“. Das Festival ist eines der wichtigsten Veranstaltungen indigener Filmkunst in ganz Lateinamerika. In die Endrunde seien elf Filme gekommen. Das „abwechslungsreiche Programm kann das Publikum die nächsten zwei Tage kostenfrei ansehen“, so die Ausrichter in einer Presseerklärung. Die Filmemacherin Carla Piacenza geht in ihrem 13-Minuten-Werk den Q'ero-Indígenas nach, die als direkte Erben der untergegangenen Inka-Kultur gelten.

Der 25 Minuten lange Film „Guaca Guanga“ von Regisseur Mauricio Telpiz handelt von einer Frauengruppe im Indigenengebiet „Pastás“ in Kolumbien, die für ihre Flechtkunst von Stoffen bekannt ist. Der Film „Merma“ aus Mexiko von Regisseur Enrique Herman Aguilar Jansonius erzählt die Schwierigkeiten einer Maya-Frau, die ihre Schwangerschaft versteckt, ihre indigene Herkunft nicht verleugnen will und in einer illegalen Maquila-Fabrik arbeitet. Organisiert wird die Veranstaltung von der regionalen Behörde für Kino, audiovisuelle und digitale Kunst sowie dem Programm für die Kultur der originären Völker. (bb)

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