Guatemala |

Indigener Frauenkongress fordert mehr Rechte

Der offizielle Flyer zum "7. Kontinentalen Treffen der indigenen Frauen aus Amerika" wird auch über Social Media verbreitet. Foto: Twitter
Der offizielle Flyer zum "7. Kontinentalen Treffen der indigenen Frauen aus Amerika" wird auch über Social Media verbreitet. Foto: Twitter

Bei einem mehrtägigen Treffen von mehr als 200 indigenen Frauenvertreterinnen aus rund 30 Organisationen aus 23 Länder im Gastgeberland Guatemala, haben sich die Teilnehmerinnen für mehr Rechte indigener Frauen in Lateinamerika ausgesprochen. Die Konferenz wird organisiert von der "Kontinentalvereinigung indigener Frauen in den Amerikas" (Ecmia) und der "Nationalen Koordinierungsstelle der Witwen aus Guatemala" (Conavigua).

An der Auftaktveranstaltung nahm die "Conavigua"-Präsidentin Rosalina Tuyuc Velásquez teil, deren Organisation das 20. Jubiläum nach Gründung der Frauenrechtsorganisation begeht, berichtet die guatemaltekische Tageszeitung "Siglo 21" am Dienstag, 17. November 2015. Anwesend waren auch die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú und Tarcila Rivera Zea, Präsidentin von "Ecmia". Das Treffen, auf dem der Austausch mit NGOs, Stiftungen, Bildungszentren, Forschung und internationalen Organisationen gestärkt werden soll, dauert bis Mitte kommender Woche.

"Ecmia"-Vertreterin María Canil Grave aus Guatemala zufolge sei weiterhin ein wichtigstes Ziel, die Stärkung von wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Rechten der Frauen voranzubringen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Umsetzung der Post-2015-Agenda der Vereinten Nationen liege. Noch immer seien indigene Frauen die am meisten betroffene Bevölkerungsgruppe von Vergewaltigung, mangelnder sexueller und reproduktiver Selbstbestimmung sowie fehlendem Zugang zu Land und Territorium. (bb)