Brasilien |

Indigenenbehörde warnt vor Konflikt

Brasiliens Indigenenbehörde FUNAI fürchtet, dass das Vordringen illegaler Holzfällerbanden aus Peru zu Konflikten mit brasilianischen Indiostämmen führen könnte. In der betroffenen Grenzregion im brasilianischen Bundesstaat Acre leben nach Angaben der Behörde mehrere bisher isolierte Stämme, die niemals Kontakt zur Außenwelt hatten. Vor einigen Tagen hatte die FUNAI Fotos eines isolierten Stammes veröffentlicht, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Peruanische Holzfäller dringen immer wieder auf brasilianisches Territorium vor, um wertvolle Edelhölzer zu schlagen. "Dies bedeutet eine Gefahr für Leib und Seele dieser Indigenen," erklärte Arthur Meirelles von der FUNAI. So liefen die Indigenen nicht nur Gefahr, in gewalttätige Konflikte mit den Holzfällern zu geraten. "Durch den bloßen Kontakt können Krankheiten übertragen werden, die für die Weißen ungefährlich, für die Indigenen jedoch tödlich sein können," so Meirelles.

Laut FUNAI leben in der Region des Envira-Flusses drei Gruppen der Pano-Ethnie, mit insgesamt gut 600 Mitgliedern. Zudem durchziehen zwischen 600 und 800 Mascupiro-Indigene, einem Nomadenvolk, die Region. Die FUNAI vermeidet jeglichen Kontakt mit den Indigenen, überwacht sie lediglich aus der Luft. Dabei waren auch die in den letzten Tagen weltweit publizierten Bilder entstanden. (tm)