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Indigene Völker fordern auf Klimakonferenz Rechte ein

Ureinwohner sehen Rechte, Lebensgrundlage und Kultur bedroht.

Bei der UN-Klimakonferenz in Bangkok haben indigene Völker auf ihre Rechte gepocht. "Wir müssen mit am Verhandlungstisch sitzen", forderte das "Internationale Klimawandelforum indigener Völker" (IIPFC) am Dienstag in der thailändischen Hauptstadt. Die eingeborenen Völker seien vom Klimawandel am stärksten betroffenen", führte Jenifer Rubis aus Borneo aus: "Wir sollten im Zentrum der Debatten stehen."

Die Ureinwohner Afrikas, Asiens, Amerikas, Ozeaniens und der Antarktis seien seit Jahrtausenden die Hüter ihrer Umwelt gewesen, die jetzt durch den Klimawandel gefährdet sei, so Rubis. Dadurch seien die Rechte und die Lebensgrundlage sowie Kultur der weltweit 370 Millionen Urweinwohner bedroht. Australien, Neuseeland, den USA und Kanada warf das IIPFC vor, jede Festschreibung von Rechten indigener Völker in internationalen Abkommen zu blockieren.

In Bangkok begann am Montag eine zweiwöchige Vorbereitungskonferenz für den UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen. Regierungsvertreter aus mehr als 170 Ländern beraten zusammen mit Umweltschützern und Wissenschaftlern über einen Entwurf, der später als Grundlage für einen neuen Klimavertrag dienen soll. Ziel der Klimakonferenz in Kopenhagen ist die weltweite Reduzierung von CO2-Emissionen, um gegen den Klimawandel anzugehen.

Text: KNA