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Indigene protestieren mit Fußmarsch gegen Waldbrände

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Rund zwei Millionen Hektar Wald- und Weidefläche sind in den letzten Wochen in Bolivien verbrannt. Foto (Symbolbild): Adveniat/Jürgen Escher

Indigene in Bolivien drängen die Regierung zu Maßnahmen wegen der verheerenden Waldbrände. Bei Demonstrationen forderten sie angesichts der Zerstörungen durch die Feuer die Regierung um den sozialistischen Präsidenten Evo Morales auf, den nationalen Notstand auszurufen und die indigenen Territorien zu respektieren. Nach 13 Tagen Fußmarsch ist laut Medien der Protestzug am Wochenende, 28. und 29. September 2019, in San Jose de Chiquitos eingetroffen - eine der am heftigsten von den Waldbränden betroffenen Städte der Region.

Ein Sprecher der Organisatoren sagte der Tageszeitung "El Deber", der Marsch habe am 16. September in San Ignacio de Velasco begonnen und zähle seitdem rund 200 Teilnehmer. Lokale Abordnungen hätten sich aus Solidarität immer wieder dem Protestmarsch für Teilstrecken angeschlossen. Ziel des Protestmarsches sei Santa Cruz.

In Bolivien sind nach lokalen Medienberichten rund zwei Millionen Hektar Wald- und Weidefläche durch massive Brände zerstört worden. Die Demonstranten werfen Präsident Morales vor, durch ein Dekret, dass die Brandrodung von Wald zugunsten der Agrarindustrie ausdrücklich erlaubt, für die Katastrophe mitverantwortlich zu sein. Besonders betroffen ist die Savannenregion Chiquitania im Departement Santa Cruz im Osten Boliviens.

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