Argentinien |

Indigene fordern Rechte ein

Zahlreiche Angehöriger indigener Ethnien Argentiniens haben am Donnerstag, 6. Juni, für 24 Stunden in Buenos Aires protestiert. Sie forderten von der Regierung des südamerikanischen Landes den Respekt für die ihnen zugesprochenen Rechte. Die Demonstration wurde vom Nationalen Kongress der Indigenen Gemeinde Argentiniens und der Ständigen Versammlung für Menschenrechte organsiert. Die Protestanten forderten darüber hinaus eine Einstellung der gegen sie verübten Gewalt und erhoffen sich ein Treffen mit der argentinischen Präsidentin Christina Kirchner.

Der Protest steht auch im Zusammenhang mit den Übergriffen auf zwei Gemeinden der Qom. Diese waren Gewaltattacken ausgesetzt, als sie versuchten, ihr ursprüngliches Land zurück zu gewinnen. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden zwei Qom-Indigene schwer verletzt. Einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Angriffen auf Indigene einzelner Gemeinden durch lokale Farmbesitzer. Die argentinische Regierung wurde von unterschiedlichen Menschenrechtsorganisationen dazu aufgefordert, vor allem die Qom zu schützen.

Darüber hinaus fordern die Indigenen eine gesicherten Zugang zu dem Land, das ihnen ursprünglich gehörte, sowie eine Verbesserung der Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur in ihren Gemeinden. (aj)