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Indigene fordern: keine Einmischung in Venezuela

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Guaidó, Kolumbiens Präsident Duque und US-Vizepräsident Pence (Official White House Photo by D. Myles Cullen, Flickr)

Über 15.000 Indigenas aus dem Departamento Cauca und anderen Regionen sind in der Ortschaft La Mercedes zu einer „Minga“-Vollversammlung zusammengekommen, um die Einhaltung eines Nationalen Entwicklungsplans und die Nicht-Einmischung der kolumbianischen Regierung im politischen Konflikt im Nachbarland Venezuela einzufordern, berichtet die kolumbianische Tageszeitung „El País“ am Dienstag, dem 12. März 2019.

Auch die Einhaltung des Friedensabkommens zwischen Staat und ehemaligen linken FARC-Guerilla sowie der Schutz von Gemeindeführern müsse künftig von der aktuellen Regierung in Bogotá endlich sichergestellt werden, so die Indigenen auf einer Pressekonferenz. „Wir erwarten die Anwesenheit des Präsidenten“, forderte der Berater des Regionalrates der Indigenen von Cauca (CRIC) eine „öffentliche Debatte“ mit Staatschef Iván Duque ein.

Nachdem am Mittwoch, dem 13. März 2019, bekannt wurde, dass lediglich Kolumbiens Innenministerin anreisen würde, begannen Demonstranten die strategisch wichtige Verkehrsader Panamericana zu blockieren, berichten lokale Medien. Caucas Gouverneur Óscar Rodrigo Campo Hurtado erklärte, die Indigenen seien „zum Dialog nach Bogotá eingeladen worden“. Die Bevölkerung der Region stellt sich derweil auf eine langfristige Blockade der Panamericana und Versorgungsengpässe ein, so der Nachrichtensender „Caracol“. (bb)

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