Ecuador |

Indigene Erdöl-Gegner beklagen staatliche Verfolgung

Die ecuadorianische Justiz hat Ermittlungen gegen zehn indigene Führer aufgenommen. Sie hatten sich gegen die staatliche Erdölförderung im ökologisch hochsensiblen Nationalpark Yasuni ausgesprochen. Wie der nationale Verband der indigenen Völker (Conaie) am Donnerstag, 9. Januar (Ortszeit), bei einer Pressekonferenz mitteilte, bezieht sich die Justiz auf Vorfälle zu Jahresende, bei denen nach Angaben des Innenministeriums auch Gewalt angewandt wurde.

"Wir werden nicht zulassen, dass mit solchen Aktionen und Vorwürfen die indigene Organisation eingeschüchtert und deren Sprecher kriminalisiert werden", sagte Conaie-Präsident Humberto Cholango. Sein Verband lehne jede Art von Gewalt kategorisch ab.

Ecuador hat angekündigt, im artenreichsten Naturschutzpark der Erde mit Vorbereitungen für eine Förderung von Erdölvorkommen zu beginnen. Zahlreiche indigene Völker haben dagegen Widerstand angekündigt.

Quelle: KNA