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Indigene durch Immobilienspekulation bedroht

Die in Brasilien im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 umsichgreifende Immobilienspekulation droht in Rio de Janeiro einem autonomen Projekt von Indigenen den Garaus zu machen. Mehrere Gruppen besetzen seit dem Jahr 2006 das Gebäude, in dem sich bis 1977 das „Museu do Índio“ befunden hatte. Es liegt neben dem weltberühmten Maracanã-Stadion (benannt nach einem Stadtteil Rios) und war in den vergangenen Jahren Ort verschiedener kultureller Veranstaltungen.

Keine Unterstützung durch FUNAI

Nun aber befürchten die Indigenen, vertrieben zu werden, weil ein Shopping-Center oder ein Parkplatz an der Stelle errichten werden könnte, wo das stark baufällige Gebäude steht. In Rio de Janeiro leben schätzungsweise 35.000 Indigene, für die das ehemalige Museum ein Symbol für den Kampf um ihre Rechte ist. Von der brasilianischen Indigenenbehörde FUNAI erhalte das Projekt keine Unterstützung, heißt es. Die Aktivisten vertreten folgende Völker: Pataxó, Guajajara, Apurinã, Tukano, Guarani, Xukuri-Kariri, Xavante, Tikuna, Tupi Guarani, Fulni-o und Potiguar. (bs)

Quelle: Pulsar Brasil