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Indigene besetzen Gesundheitsministerium

Indigene der Ethnien Kaingang, Guaraní und Charrua aus den brasilianischen Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná haben am 29. Mai in Brasilia das Gesundheitsministerium besetzt. Die 80 Demonstranten fordern von der Regierung des südamerikanischen Landes eine bessere Gesundheitsversorgung in ihren Regionen.

Nach Angaben der Organisation „Artikulation der Indigenen Völker des Südens“, die den Protest organisierte, fehle es in den entsprechenden Dörfern an ausreichend Zugang zu Medikamenten und auch die Zahl der Gesundheitsstationen sei unzureichend. Außerdem fordern die Betroffenen eine Erhöhung des Gesundheitspersonals und einen besseren Transport, um Gesundheitseinrichtungen erreichen zu können.

Als Folge der schlechten Infrastruktur in den Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná sei laut „Artikulation der Indigenen Völker des Südens“ die Sterberate unter den Indigenen auffällig hoch. „ Die ist hauptsächlich einer unzulänglichen Gesundheitspolitik zur Behandlung der Indigenen durch das Gesundheitsministerium geschuldet“, kritisierte Pedro Kaingang von der Organisation. Mit ihrer Protestaktion würden die indigenen Gemeinden lediglich bereits bestehenden Forderungen erneut unterstreichen.