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Indigene bereiten landesweit Protestaktionen vor

Der Dachverband der Indigenen Völker und Nationalitäten Ecuadors Conaie (Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador) hat für die kommenden Tage eine landesweite Protestaktion für den Schutz der Indígenas des ecuadorianischen Amazonasgebietes angekündigt. Humberto Cholango, Leiter der Conaie, erklärte, man wolle mit den Aktionen den Druck auf die Regierung erhöhen, die Gesetze über Wasser und Boden zu verabschieden. Auch fordere die Conaie insgesamt mehr Respekt vor der Bevölkerung Amazoniens. Diese Region sei durch die Anwesenheit transnationaler Konzerne besonders gefährdet.

Ein Drittel der Radiofrequenzen für Basisradios

Bei Angelegenheiten, von denen indigene Völker und Nationen betroffen seien, müssten diese bereits in die Ausarbeitungsphase des Gesetzes mit einbezogen werden, so die Conaie. Eine andere Forderung der Conaie bezieht sich auf den Medienbereich. Der Dachverband der indigenen Völker und Nationen fordert ein Mediengesetz das vorschreibt, dass 33 Prozent der Radiofrequenzen Basisradios und Bürgermedien vorbehalten bleiben.

Die Vereinigung der Indigenen Nationalitäten des ecuadorianischen Amazonasgebietes Confeniae (Confederación de Nacionalidades Indígenas de la Amazonia Ecuatoriana) unterstrich, dass ihre mit der Regierung bereits getroffenen Übereinkünfte nicht bindend seien.

Zusammenschluss gegen Spaltungstaktik der Regierung

Mitglieder von Conaie und Confeniae waren zusammengekommen, um über die Annäherungsversuche der Regierung an die beiden Organisationen zu beraten. Die Regierung versuche, so die Organisationen, "die indigene Bewegung zu spalten."

Quelle: Púlsar in Poonal