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Indígena-Frauen gründen eigene Bank

Kuna-Frauen in ihrer traditionellen Tracht in der Gemeinde Daggargunyala in Panamá-Stadt (Symbolfoto: Adveniat/Hoch)
Kuna-Frauen in ihrer traditionellen Tracht in der Gemeinde Daggargunyala in Panamá-Stadt (Symbolfoto: Adveniat/Hoch)

In Panama haben Embera-Indígena-Frauen eine eigene Bank gegründet. Mit dem Finanzinstitut „Caja Rural“ wollen die Kleinunternehmerinnen indigenen Handwerkerinnen den Zugang zu Startkapital, Mikrokrediten und Sparangeboten ermöglichen, berichtet die spanische Nachrichtenagentur EFE am Donnerstag, dem 11. Oktober 2018 über das Frauenprojekt.

Ausschließlich Frauen werden über die Bank gefördert, so EFE. Die indigenen Völker Panamas sind mangels Einkommen vom klassischen Kredit- und Finanzwesen ausgeschlossen. Um an Bankdienstleistungen zu kommen, muss die Kundin aus der indigenen Gemeinde Ipetí kommen, mindestens 18 Jahre alt sein und Mitglied der „Caja Rural“ sein. Eine Mitgliedschaft ist möglich als Teilhaberin (Typ A), als Inhaberin eines Kontos mit Kreditrecht (Typ B) oder nur als Kontoinhaberin (Typ C).

„Heutzutage ist es schwierig zu sparen, aber mit einem kleinen Einzahlbetrag haben wir die Hoffnung, in einer Notsituation oder bei einem Bedarf für unsere Haushalte eine Rücklage aufzubauen“, so die Emberá Melina Casama. Bei 40 US-Dollar Einnahmen durch den Verkauf von traditionellem Kunsthandwerk würden manche Frauen die Hälfte sparen. Die Bank wurde von der internationalen Nichtregierungsorganisation „Brigadas Globales“ ins Leben gerufen, sie berät und überwacht das Geldinstitut. Das bei der Bank angelegte Kapital beträgt derzeit 13.577 US-Dollar. (bb)

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