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In sechs Monaten 21 Journalisten ermordet

 

Auf dem amerikanischen Doppelkontinent sind in den vergangenen sechs Monaten 21 Journalisten ermordet worden. Das teilte die "Inter American Press Association" (IAPA) zu ihrer seit Freitag im peruanischen Lima tagenden 67. Vollversammlung mit. Zu dem fünftägigen Kongress haben sich mehr als 1.300 Journalisten aus gut 30 Ländern angemeldet.

Während der Tagung soll die Situation auf dem von Kanada bis Argentinien reichenden Doppelkontinent in 30 Länderberichten dargelegt werden. Vorberichten brasilianischer Medien zufolge wurden im vergangenen Halbjahr allein in Brasilien vier Morde, zwei Verhaftungen, acht Fälle von Übergriffen auf Journalisten und sechs neue Fälle von Zensur gezählt. Mit Spannung wird der Länderbericht zum gewalttätigen Drogenkrieg in Mexiko erwartet, wo in den vergangenen Monaten auch zahlreiche Journalisten ermordet wurden.

Medienberichten zufolge soll auch über den Fall "Wikileaks" diskutiert werden. Wikileaks-Gründer Julian Assange soll per Videokonferenz an der Versammlung teilnehmen. Das alle sechs Monate anberaumte Treffen soll 2012 im spanischen Cadiz und im brasilianischen Sao Paulo stattfinden.

Quelle: kna