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Immobilienverkauf soll Finanzlücke des Weltjugendtags schließen

Um eine Finanzlücke aus der Organisation des Weltjugendtags Ende Juli zu schließen, hat die Erzdiözese Rio de Janeiro eine Immobilie verkauft. Der Erlös des seit 2001 an eine Krankenhauskette verpachteten Gebäudekomplexes soll umgerechnet 14,4 Millionen Euro betragen, berichteten brasilianische Zeitungen am Montag, 26. August.

Die Erzdiözese hat bislang keine abschließenden Zahlen über die Verluste durch die Organisation des katholischen Großtreffens vorgelegt; dies werde "noch eine Weile dauern", sagte ein Sprecher des Organisationskomitees der Presse in Rio. Medien spekulierten bereits über mögliche weitere Gebäudeverkäufe.

Kurz vor dem Weltjugendtag hatte die Erzdiözese die Gesamtkosten der Veranstaltung auf umgerechnet rund 110 Millionen Euro veranschlagt; knapp ein Drittel solle aus staatlichen Geldern der Bundesregierung kommen. Gegen die Finanzierung des religiösen Großereignisses mit Steuermitteln regten sich jedoch Proteste. Ursprünglich sollte das Treffen komplett aus den Teilnehmergebühren finanziert werden.

Nach offiziellen Kirchenangaben schrieben sich 427.000 Pilger aus aller Welt ein; das Gros der Besucher stammte aus Brasilien selbst. Schätzungen zufolge nahmen insgesamt rund zehn Millionen Menschen an den fünf Großveranstaltungen des WJT an der Copacabana teil. Bei vier dieser Events war auch Papst Franziskus anwesend.

Aufgrund des überraschend schlechten Wetters mussten kurzfristig mehrere Events des WJT an den zentral gelegenen Strand der Copacabana verlegt werden. Dies führte zu nicht eingeplanten Kosten.

Quelle: KNA